Creative Problem Solving

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Ideale Innovationsphasen für diese Methode:
  1. Innovationsphase
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  3. 2
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Beschreibung

Creative Problem Solving ist ein strukturierter Prozess zur Generierung von neuartigen Lösungen. Im Gegensatz zum Design Thinking, das nutzerorientiert vorgeht, stellt Creative Problem Solving eher den Auftraggeber und seine Herausforderungen in den Fokus. Es eignet sich daher gut für Themen, zu denen es (noch) keine Nutzer gibt, oder auch für Prozessoptimierungen, die als Ziel zum Beispiel eine Kostensenkung haben.

Die erste Version von Creative Problem Solving wurde von Alex Osborn und Sidney J. Parnes in den 1950er Jahren entwickelt.

Alex Osborne hatte zuvor die Grundregeln des Brainstormings beschrieben und wollte ein Modell für den gesamten Prozess der kreativen Problemlösung entwickeln. Alex Osborne unterschied dabei zwischen zwei grundlegenden Denkweisen, die im Creative Problem Solving Prozess stattfinden:

- divergentes Denken (Denken in vielen Optionen) und
- konvergentes Denken (Evaluierendes Denken, Entscheidungen treffend)

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Versionen des Prozesses, der über die Jahre immer weiter entwickelt wurde. Verschiedene Autoren benutzen unterschiedliche Versionen:

Der Creative-Problem-Solving-Prozess nach Isaksen und Treffinger aus dem Jahre 1992 besteht aus sechs Teilschritten in drei Phasen. Diese lauten:

1. Explore the Challenge (Erkunden der Herausforderung)
1.1 Mess Finding (Bestimmen des Ziels)
1.2 Data Finding (Sammeln von notwendigen Informationen)
1.3 Problem Finding (Identifizieren des Problems, das gelöst werden muss, um das Ziel zu erreichen)

2. Generate Ideas (Generieren von Ideen)
2.1 Idea Finding (Generieren von Ideen für die Lösung des identifizierten Problems)

3. Prepare for Action (Handlung vorbereiten)
3.1 Solution Finding (Ausarbeiten von Ideen zu einer umsetzbaren Lösung)
3.2 Acceptance Finding (Handlungsschritte planen)

Diese Version wurde im Jahr 2000 noch einmal angepasst durch Isaksen, Dorval und Treffinger und unterteilt in vier Phasen mit acht Teilschritten. Diese lauten:

1. Understanding the Challenge
– Constructing Opportunities
– Exploring Data
– Framing Problems

2. Generating Ideas

3. Preparing for Action
– Developing Solutions
– Building Acceptance

4. Planning your Approach
– Appraising Tasks
– Designing Process


Das CPS Learner Modell von Dr. Gerard J. Puccio und Marie Mance aus dem Jahre 2011 wiederum ist ein heute vielgenutztes Modell und besteht aus vier Phasen und sechs Teilschritten. Diese lauten:

Clarify
• Explore the Vision
• Gather Data
• Formulate Questions

Ideate
• Explore Ideas

Develop
• Formulate Solutions

Implement
• Formulate a Plan
  • Wirksam für alle Innovationstypen
  • Wirksam für inkrementelle Innovationen und Verbesserungen
  • Wirksam für radikale Innovationen
  • Wirksam für Herausforderungen mit mittlerer Komplexität
  • Wirksam für Herausforderungen mit niedriger Komplexität
  • P1 Verstehen (Innovationssuchfelder identifizieren - Problemfindung)
  • P2 Analyse (von Problemen - dem Umfeld - von Menschen - von Produkten)
  • P3 Beobachten (von Menschen - dem Umfeld - der Produktbenutzung)
  • P4 Synthetisieren (Leitfragen herstellen - Standpunkt ableiten)
  • P5 Ideenfindung (Ideengenerierung - Kreativphase - Inkubation)
  • P6 Ideenanreicherung (Ideenkombination - Ideenintegration)
  • P7 Ideenauswahl (Ideenbewertung - Filtern - Entscheiden)
  • P8 Early Prototyping (Testing direkt am Nutzer und Anwender)
  • P9 Für Ideen kämpfen (Building Commitments - Generate Fundings)
  • P10 Umsetzen (Implementation - Ausführung von Ideen)
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